The art and practice of getting material things through creative visualization – Buchcover

The art and practice of getting material things through creative visualization

1969
„Die physische Welt ist nur das Endergebnis von Kräften, die auf den inneren Ebenen in Bewegung gesetzt wurden.“
Ein Ansatz zur Anwendung okkulter Prinzipien zur Beeinflussung der materiellen Lebensumstände durch Visualisierung.
Suche im ZVAB
„Die physische Welt ist nur das Endergebnis von Kräften, die auf den inneren Ebenen in Bewegung gesetzt wurden.“
Ein Ansatz zur Anwendung okkulter Prinzipien zur Beeinflussung der materiellen Lebensumstände durch Visualisierung.
Suche im ZVAB

Werk und Inhalt

Die AlchemieAlchemie (von arab. al-kīmiyāʾ) ist die protowissenschaftliche und hermetische Kunst der Stoffwandlung und Selbsterkenntnis. Sie verbindet Naturphilosophie, Metallurgie und Symbolik mit dem Ziel, die Materie zu läutern (Magnum Opus), den Stein der Weisen zu bereiten und das Unvollkommene zu veredeln. Sie vereint die mikrokosmische Veredelung des Menschen mit der makrokosmischen Offenbarung göttlicher Naturgesetze. des greifbaren Wunsches

Das Werk übersetzt die hermetischeDie Hermetik umreißt einen geistesgeschichtlichen Komplex, der auf den Legenden um Hermes Trismegistos basiert. Sie umfasst alchemistische, astrologische und magische Lehren. Kern ist die Korrespondenz zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos („Wie oben, so auch unten“), die den Menschen als Teil einer göttlichen Weltordnung begreift. Lehre von der Macht des Geistes in eine nüchterne Handlungsanweisung für die materielle Welt.

Das Prinzip der korrespondierenden Ebenen

Edward C. Peach, der unter seinem Pseudonym Ophiel die okkultenOkkultismus ist ein Sammelbegriff für Lehren und Praktiken, die sich mit den „verborgenen“ Kräften der Natur und des Geistes befassen. Er umfasst Traditionen wie Magie, Esoterik und Hermetik, die über das rein rational-materialistische Weltbild hinaus nach einem tieferen, meist intuitiven oder symbolischen Verständnis der Realität streben. Strömungen Kaliforniens prägte, sah in der Welt kein starres Gebilde aus toter Materie. Er begriff das Universum als ein abgestuftes System von Ebenen, die in ständiger Wechselwirkung stehen. Sein Traktat zur kreativen Visualisierung ist der Versuch, den menschlichen Wunsch nicht als Bittgebet, sondern als technische Ursache zu begreifen. Er steht damit in der Tradition des Hermes Trismegistos, dessen Smaragdtafel bereits das Gesetz der Entsprechung zwischen dem Oben und dem Unten formulierte.

Die Architektur des geistigen Bildes

Im Zentrum der Praxislehre steht der Begriff des Creative Visualization. Ophiel fordert hierbei eine Präzision, die weit über das bloße Träumen hinausgeht. Er verlangt vom Übenden die Konstruktion eines detaillierten geistigen Urbildes. Dieser Prozess erinnert an die Gedächtniskunst der Renaissance, wie sie etwa Giulio Camillo in seinem „Theater der Erinnerung“ entwarf. Es geht darum, eine innere Realität so plastisch zu gestalten, dass die physische Welt keine andere Wahl hat, als sich diesem Vorbild anzupassen.

Die vier Ebenen der Manifestation

Ophiel gliedert den Weg eines Dinges vom flüchtigen Gedanken zur festen Materie in vier Stufen. Er nennt sie die Ebenen von Kether, Chokmah, Binah und schließlich Malkuth, wobei er sich direkt der Struktur der kabbalistischenKabbala (hebr. קַבָּלָה „Empfang“, „Überlieferung“) bezeichnet das jüdisch-mystische System der Weltdeutung. Als „Landkarte“ des göttlichen Emanationsprozesses nutzt sie den Lebensbaum (Etz Chaim), um die Ebenen des Daseins zu strukturieren und den Aufstieg der Seele nachzuvollziehen. → Abgrenzung: In der westlich-okkulten Esoterik wird die universell adaptierte, synkretistische Form als Qabalah bezeichnet. Sephiroth bedient. Als kaskadierendes Manifestationsaxiom seines Systems gilt die Erkenntnis, dass ein Wunsch auf jeder dieser feinstofflichen Ebenen sukzessive bearbeitet werden muss, bevor er in Malkuth – der physischen Welt – erscheinen kann. Er legt dar, dass die meisten Menschen scheitern, weil sie die notwendige Verdichtung der Energie in den höheren sphärischen Räumen schlicht vernachlässigen.

Der Einfluss des Neugeist-Denkens

Man erkennt in Ophiels Ausführungen das geistige Erbe von Prentice Mulford und Ralph Waldo Emerson. Die Überzeugung, dass der Geist die bestimmende Kraft über die Materie ist, bildet das Fundament. Doch Ophiel entzieht diesen Ideen das Metaphysische und ersetzt es durch eine fast handwerklich-logische Struktur. Er betrachtet den Geist als ein Werkzeug, das wie ein Muskel trainiert werden muss. Sein Werk ist eine Säkularisierung der Magie, die den Magier zum Techniker des Bewusstseins macht.

Die Rolle der Emotion als Treibstoff

Ein spezifisches Konzept in diesem Werk ist die Nutzung der Emotion als Bindemittel. Ophiel erklärt, dass ein rein rationales Bild ohne die energetische Aufladung durch das Gefühl keine Bindungskraft besitzt. Er nennt dies das Einweben des Wunsches in die Astralsubstanz. Eine interessante Parallele eröffnet sich zu den zeitgenössischen psychologischen Strömungen der Moderne, die begannen, die unbewusste Triebkraft des Gefühls für die Gestaltung der Persönlichkeit zu entdecken.

Das Gesetz der Hindernisse

Ophiel warnt vor dem, was er als Gegenströmungen bezeichnet. Er lehrt, dass jede geistige Bewegung einen Widerstand in der Materie hervorruft. Um diese Hindernisse zu umgehen, empfiehlt er die Methode des indirekten Vorgehens. Man soll nicht gegen die Wand rennen, sondern das Ziel im Geiste bereits hinter der Wand platzieren. Diese Strategie der Umgehung zeugt von einer tiefen Kenntnis der stoischen Philosophie, die ebenfalls lehrte, die äußeren Umstände als gegeben zu akzeptieren, während die innere Freiheit unantastbar bleibt.

Die Bedeutung der rituellen Vorbereitung

Trotz der Ausrichtung auf materielle Dinge vergisst Ophiel die MeditationMeditation ist die operative Praxis der Bewusstseinsfokussierung. Sie dient dazu, das diskursive Denken zur Ruhe zu bringen, um das Bewusstsein von mentalen Inhalten zu lösen und einen Zustand der leeren, reinen Wahrnehmung (Gnosis) zu erreichen. nicht. Er betrachtet die Stille als das notwendige Laboratorium, in dem die Visualisierung erst möglich wird. Er beschreibt Techniken zur Beruhigung des niederen Geistes, um den höheren Funktionen Raum zu geben. Dies verknüpft sein Werk mit der antiken TheurgieUnter Theurgie (griech. θεουργία theourgía „Gotteswerk“) versteht man rituelle Handlungen, um mit dem Göttlichen in Verbindung zu treten. Der „Theurg“ öffnet sich dem göttlichem Einfluss, um das „Werk“ (érgon) im Zusammenwirken mit dem göttlichen Wesen zu vollbringen., bei der die Reinigung des Ausführenden die Voraussetzung für den Erfolg der Anrufung war. Bei Ophiel ist die Anrufung jedoch die Projektion des eigenen Willens.

Ein Dokument des amerikanischen Pragmatismus

Letztlich ist das Buch ein Zeugnis für den amerikanischen Pragmatismus, der selbst das Mystische auf seinen Nutzwert hin untersucht. Ophiel schreibt für den Menschen, der in der Welt steht und ihre Güter nicht ablehnt, sondern als Ausdruck geistiger Fülle begreift. Er bricht mit der asketischen Tradition der EsoterikEsoterik ist der Sammelbegriff für Lehren, die ein „inneres“, verborgenes Wissen vermitteln, das sich nur dem Eingeweihten erschließt. Sie befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen Mensch, Kosmos und dem Göttlichen. In dieser Bibliothek steht Esoterik für den ganzheitlichen, kontemplativen Zugang zur Wirklichkeit. und stellt die Behauptung auf, dass spirituelle Meisterschaft sich auch im materiellen Erfolg spiegeln muss. Es ist eine Philosophie des Habens, die auf einem tiefen Verständnis des Seins fußt.

Das Vermächtnis des visuellen Konstrukteurs

Das Werk von Edward C. Peach bleibt ein bedeutender Beitrag zur Kulturgeschichte der westlichen Magie. Er hat die komplexen Systeme der KabbalaKabbala (hebr. קַבָּלָה „Empfang“, „Überlieferung“) bezeichnet das jüdisch-mystische System der Weltdeutung. Als „Landkarte“ des göttlichen Emanationsprozesses nutzt sie den Lebensbaum (Etz Chaim), um die Ebenen des Daseins zu strukturieren und den Aufstieg der Seele nachzuvollziehen. → Abgrenzung: In der westlich-okkulten Esoterik wird die universell adaptierte, synkretistische Form als Qabalah bezeichnet. und der HermetikDie Hermetik umreißt einen geistesgeschichtlichen Komplex, der auf den Legenden um Hermes Trismegistos basiert. Sie umfasst alchemistische, astrologische und magische Lehren. Kern ist die Korrespondenz zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos („Wie oben, so auch unten“), die den Menschen als Teil einer göttlichen Weltordnung begreift. auf ein Maß reduziert, das für den modernen Einzelnen greifbar ist. Seine Sprache ist frei von dunklen Andeutungen. Er bietet eine klare Praxislehre an, die den Leser dazu auffordert, die Verantwortung für seine Lebensumstände selbst zu übernehmen. Es ist das Porträt eines Denkens, das die Grenze zwischen Einbildung und Wirklichkeit als durchlässig erkennt.