An der Pforte zur letzten Latern – Buchcover

An der Pforte zur letzten Latern

Einweihungsroman

2018
„Wachsein ist ein Grad der Intensität des Geistes, den man durch tägliche Übung erkämpfen muss.“
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Werk und Inhalt

Einordnung und Zielsetzung

Das 2018 erschienene Werk An der Pforte zur letzten Latern von Emil Stejnar ordnet sich in das schriftstellerische Gesamtwerk des Autors ein, der sich seit Jahrzehnten mit Themen der Grenzwissenschaft, Parapsychologie und der praktischen Anwendung hermetischerDie Hermetik umreißt einen geistesgeschichtlichen Komplex, der auf den Legenden um Hermes Trismegistos basiert. Sie umfasst alchemistische, astrologische und magische Lehren. Kern ist die Korrespondenz zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos („Wie oben, so auch unten“), die den Menschen als Teil einer göttlichen Weltordnung begreift. Traditionen befasst.

Es handelt sich um ein Sachbuch, das den Prozess des Sterbens sowie die mutmaßlichen Zustände nach dem physischen Ableben aus einer esoterischEsoterik ist der Sammelbegriff für Lehren, die ein „inneres“, verborgenes Wissen vermitteln, das sich nur dem Eingeweihten erschließt. Sie befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen Mensch, Kosmos und dem Göttlichen. In dieser Bibliothek steht Esoterik für den ganzheitlichen, kontemplativen Zugang zur Wirklichkeit.-metaphysischen Perspektive beleuchtet. Stejnar verfolgt hierbei das Anliegen, dem Leser die Angst vor dem Ende zu nehmen, indem er das Sterben als einen natürlichen Übergangsprozess beschreibt, der durch spezifische Bewusstseinszustände und eine eigene Dynamik geprägt ist.

Der Sterbeprozess als Bewusstseinszustand

Stejnar betrachtet den Akt des Sterbens nicht als ein schlagartiges Ereignis, sondern als eine Abfolge von Transformationsphasen. Ein zentrales Konzept ist dabei die Ablösung des AstralleibsDer Astralkörper ist eine feinstoffliche Hülle, die als Sitz von Gefühlen und Bewusstsein den physischen Körper umgibt und der Seele als Träger in der Astralebene dient. vom physischen Körper. Der Autor argumentiert, dass die Qualität dieses Übergangs maßgeblich von der persönlichen Einstellung, den gelebten Überzeugungen und der mentalen Vorbereitung der sterbenden Person abhängt.

Dabei wird das Bewusstsein als eine Instanz beschrieben, die auch nach der Zerstörung des biologischen Organismus fortbesteht. Stejnar lehnt hierbei eine rein materialistische Weltsicht ab und setzt stattdessen auf eine hermetisch geprägte Sichtweise, in der die Seele als ein energetisches Gefüge definiert wird, das seine Form und Identität beibehält.

Mentale Vorbereitung und praktische Aspekte

Ein wesentlicher Teil des Buches widmet sich der Frage, wie sich Individuen bereits zu Lebzeiten auf den Tod vorbereiten können. Der Autor vertritt die Auffassung, dass die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit den Übergang erleichtert. Es werden keine expliziten „Übungen“ im sportlichen oder meditativ-technischen Sinne vermittelt, sondern vielmehr eine geistige Haltung geschult. Diese basiert auf der Akzeptanz, dass der Tod ein notwendiger Schritt zur weiteren spirituellen Entwicklung ist. Stejnar kritisiert hierbei gesellschaftliche Tendenzen, den Tod zu tabuisieren oder medizinisch zu verdrängen, da dies den Sterbenden in seinem natürlichen Loslösungsprozess behindern könne.

Die Rolle des Jenseits in der hermetischen Lehre

In der Darstellung des „Danach“ greift der Autor auf Elemente zurück, die sich in seinen übrigen Schriften zur Hermetik und zur magischen Praxis finden. Das Jenseits wird nicht als ein statischer Ort der Belohnung oder Bestrafung beschrieben, sondern als eine geistige Umgebung, die den Entwicklungsstand des Individuums widerspiegelt.

Die sogenannte „letzte Laterne“ fungiert in dieser Metaphorik als ein SymbolDas Symbol ist ein verdichtetes Zeichen, das über seine bloße materielle Erscheinung hinaus auf eine tiefere, transzendente Wirklichkeit verweist. Im hermetischen Kontext ist das Symbol kein willkürliches Abbild, sondern ein „Korrespondenz-Anker“, der die Kraft der bezeichneten Idee in die physische Ebene kanalisiert und so als Brücke zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos fungiert. für das Licht der Erkenntnis, das dem Sterbenden den Weg weisen soll. Stejnar betont die Wichtigkeit der Klarheit im Moment des Übergangs, um in den jenseitigen Ebenen nicht in Verwirrung oder in psychischen Projektionen hängen zu bleiben.

Zielgruppe und fachliche Einordnung

Das Buch richtet sich an Personen, die bereits mit den Grundannahmen der esoterischen Literatur vertraut sind und ein Interesse an einer systematischen, wenn auch subjektiv gefärbten Aufarbeitung des Sterbens besitzen. Es eignet sich weniger für Leser, die eine wissenschaftlich-empirische Bestätigung des Lebens nach dem Tod suchen, da der Autor die Gültigkeit seiner Thesen aus der hermetischen Tradition und seiner eigenen, langjährigen Beschäftigung mit parapsychologischen Phänomenen ableitet.

Das Werk versteht sich als ein praktischer Ratgeber zur Sterbebegleitung im weiteren Sinne, indem es die geistige Perspektive des Sterbenden in den Fokus rückt und dazu anregt, eine gelassenere, informierte Haltung gegenüber der Pforte des Todes einzunehmen.